
Die Einzelausstellung von Gili Tal (geb. 1983) in der Kunsthalle Basel zeigt ihre bislang umfassendste Werkpräsentation. Im Zentrum steht der gewerbliche Kühlschrank, ein Motiv, das die Künstlerin seit Jahren verfolgt. Während er zunächst als Ready-made fungierte, das an die Stromversorgung einer Galerie angeschlossen war, zeigt Tal nun flache, beinahe kristallklare Bilder. Konsequent reduziert, löst sich die Kühlvitrine vom Objekt und wird zum verallgemeinerten Apparat, zum (kalten) Blick. Ergänzt werden die Arbeiten durch neue Zeichnungen, die Waren aus Supermarktprospekten sowie Werbebilder von Neubauten mit Grünflächen aufgreifen.