Your Ambivalence

Your Ambivalence

Online Viewing Room
Opening

May 9, 2026 11:00 AM

Closing

Jul 12, 2026 6:00 PM

Location

Kunst Raum Riehen

Baselstrasse 71

4125 Riehen

Mitwirkende Künstler
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Özlem Altin, Alexandra Bircken, Leda Bourgogne, Karin Hueber, Tina Janiashvili, Marta Riniker-Radich

Kuratiert von Simone Neuenschwander

Unsere Gegenwart ist voller Widersprüche und viele Menschen sehnen sich nach Eindeutigkeit und klaren Einordnungen. Dennoch existieren sie, die Ambivalenzen in unserer Gesellschaft, in der Weltpolitik sowie in der eigenen Erfahrungswelt. Die Ausstellung spürt nach, wie künstlerische Praktiken Diskrepanzen in unserem Zusammenleben, in Körperbildern und in menschlichen Empfindungen zeigen.

Die Ambivalenz wurde in der Geschichte der Psychologie als ein Zustand beschrieben, in dem gegensätzliche Gefühle erlebt werden. In ihrer extremen Form kann sie zu inneren Konflikten führen. Ursprünglich negativ besetzt, können jedoch Ambivalenzen in der Kunst und Literatur eine positive Spannung schaffen, die verborgene Machtverhältnisse beleuchten und neue Strukturen vorstellen. So gilt die Ambivalenz seit dem 20. Jahrhundert nicht mehr als pathologisches Symptom, sondern wird als Teil der subjektiven Erfahrung aufgefasst, die zu differenziertem Denken führen kann.

Blicken wir in die Kunstgeschichte, so wurden in der Kunst der 1960er- und 1970er-Jahre die Gegensätze zwischen Frau/Mann und Natur/Technologie oft polarisierend gezeigt, um sie mit künstlerischen Methoden zu dekonstruieren. Heute zeigen sich die Gegensätze jedoch nicht mehr so deutlich, sie sind performativer und ambivalenter geworden. So wird beispielsweise der Körper als temporäres soziales Konstrukt verstanden, das sich Klassifikationen und Normen widersetzen kann.

In Your Ambivalence verweisen die Kunstwerke auf die Widersprüchlichkeit der Wahrnehmung. Sie zeigen ein Schwanken zwischen unterschiedlichen Leserichtungen und Begehren. Der Körper wird zu einer fliessenden Grösse: Seine Hüllen und Gesten werden zu Kommunikationsmitteln zwischen Schutz und Freiheit und geschlechtliche Zuschreibungen werden unterlaufen. Die Lust an ambivalenten Bildern und Skulpturen wird hier zelebriert, um einen Reflexionsraum zu schaffen, der die jeweils eigene Wahrnehmung der Welt miteinschliesst.

Die Ausstellung wird unterstützt von der Ernst und Olga Gubler-Hablützel Stiftung und der Ernst Göhner Stiftung.

Die Performance von Karin Hueber (18.06.2026, 18 Uhr) wird unterstützt vom Amt für Kultur – Kanton Basel-Landschaft.

Externer Link:
https://www.kunstraumriehen.ch/